Samtpfoten haben einen äußerst gut entwickelten Geruchssinn. Sie nehmen ihre Umwelt zu einem Großteil über Düfte wahr. Die Aromatherapie ist daher hervorragend für Katzen geeignet. Je nach Duft kann sie die verschiedensten Beschwerden und Leiden lindern, wie beispielsweise Panikattacken, Kreislaufprobleme oder Erkältungen.

Geben Sie einfach einige Tropfen des entsprechenden Aromaöls – nicht zu viele, sonst ist es für Miezis empfindliche Nase zu stark – in ein mit Wasser gefülltes Schälchen einer Duftlampe und lassen sie die Flüssigkeit über dem Teelicht verdampfen. Die Duftmoleküle werden über Nase, Mundschleimhaut und Lunge in den Körper aufgenommen und gelangen über den Blutkreislauf in den gesamten Organismus. Dort entfalten sie ihre heilsame Wirkung.

 Allerdings sollten sie nur Düfte anwenden, die ihrem Stubentiger zusagen.

- Achten Sie darauf , dann die Lampe so steht, dass die Katze sie nicht umwerfen kann.

- Reste des Aromaöls unbedingt aus dem Schüsselchen entfernen und dies gründlich abspülen. Die Katze könnte es sonst ablecken – und in hoher Dosis sind die Aromaöle hochgiftig für Mieze. Daher sollten Sie der Katze auch auf keinen Fall die Öle zum Einnehmen geben oder sie ihr unverdünnt auf der Haut verreiben. Die empfindliche Katzenhaut nimmt Stoffe recht gut auf. Zudem gelangen die Öle beim Ablecken des Fells in den Körper.

- Müssen die die Samtpfote doch einmal mit Aromaölen einreiben, sollten Sie nur einen Tropfen in Pflanzenöl auflösen und diese Mischung auf eine Stelle an der Leistengegend oder unter den Achseln verreiben.

- Achten Sie bei den Ölen auf eine gute Qualität. Aber Vorsicht: die teuersten sind nicht immer unbedingt die besten. Lassen Sie sich von Ihrem Tierarzt, Heilpraktiker oder Apotheker beraten. Die Aromatherapie ist eine gute Ergänzung zu anderen Behandlungsmethoden, außer bei Homöopathie, da die aromatischen Substanzen die Wirksamkeit der homöopathischen Mittel aufheben.

Welcher Duft ist der richtige für Ihre Samtpfote?

Anis lindert Katzenschnupfen und Erkältungskrankheiten, sorgt für Entspannung.

 Basilikum nimmt die Angst vorm Alleinsein, beruhigt, gibt neuen Schwung und regt den Appetit an.

Cajeput gibt neue Kraft, besonders bei alten Katzen.

Dill entspannt, regt den Appetit an.

Kamille wird universell eingesetzt und wirkt beruhigend, entspannend und leicht stimmungshebend sowie entzündungshemmend.

Kardamom mindert Stress und sorgt für mehr Harmonie.

Koriander gibt Kraft, hilft gegen unbegründete Ängste.

Melisse beruhigt, stärkt den Kreislauf, lindert Ängste und Verspannungen. Hilft auch bei Herzbeschwerden.

Mimose sorgt für Entspannung, gibt mehr Selbstvertrauen.

Muskatellersalbei hilft bei Erkältungskrankheiten und Katzenschnupfen, wirkt stärkend und kreislaufbelebend.

Nelke vertreibt Ungeziefer (Flöhe, Läuse), lindert Zahnschmerzen und hält Katzen von Möbeln, Tapeten usw. fern.

Neroli bringt Entspannung und sorgt für mehr Harmonie.

Orange regt den Appetit an und erfrischt, nimmt die Angst vorm Alleinsein.

Salbei wirkt heilend und entzündungshemmend auf alle Schleimhäute beruhigt. Sandelholz lindert Ängste und Panikattacken, sorgt für mehr Vertrauen.

Vanille wirkt entspannend, beruhigt, lindert Aggressionen.

Wachholder wirkt krampflösend und kreislaufstabilisierend; bei Blasen- und Nierenleiden.

Ylang-Ylang wirkt harmonisierend und stressmindernd, hilft gegen Angst und Panik; auch gegen Flöhe einsetzbar.

Ysop lindert Erkältungskrankheiten, stärkt den gesamten Organismus.

Zimt entspannt und beruhigt, soll auch gegen Flöhe und Läuse helfen.

 Zitrone wirkt stärkend, klärend und reinigend, hilft bei Atembeschwerden.

Zypresse wirkt stärkend und kreislaufbelebend.

 

Achtung!!! Einige Öle sind für Katzen nicht verträglich, können sogar zum Tode führen. Dazu gehören beispielsweise Pfefferminz-, Eukalyptus- und Teebaumöl. Auch Öle von Nadelbäumen (Tanne, Kiefer u. ä.) sind für die Samtpfote gefährlich. Achten Sie auf die Inhaltstoffe. Sind in den Ölen Terpene oder Phenole enthalten, Finger weg! Sie sind für die Katze lebensgefährlich!