Einige Fachbegriffe mit kurzer Erläuterung

Agouti
Wildfarbe von Katzen und anderen Tieren, die durch das Gen A hervorgerufen wird. Jedes einzelne Haar ist abwechselnd hell und dunkel gebändert, die Haarspitze ist immer dunkel; gleichbedeutent mit Ticking.

Ahnenverlust
Verminderung der Vorfahren durch wiederholte Inzucht.

Albinismus
Völliges Fehlen der Pigmentierung, das auf das Gen c bei reinerbigen Katzen zurückgeht. Albinos haben daher weiße Haare und eigentlich rote Augen, bei Katzen sind die Augen meistens nicht davon betroffen und sind daher blau wie bei Teilalbinos(Points).

Allele
Genserie die denselben Ort eines bestimmten Gens auf den beiden Teilen eines Chromosomenpaars einnehmen kann und verschiedene Ausprägungen eines Merkmals bedingt. Somit ist die Katze für dieses Merkmal reinerbig, kann also nur dieses an die Nachfahren weitergeben.

Armband
Ringzeichnung oder eine Tabby-Markierung um die Beine.
Atavismus:Rückschlag zu stammesgeschichtlich zurückliegenden Merkmalen der Vorfahren.

Ausmendeln
Aufspalten des Erbgutes in der 2. Tochtergeneration (F² Generation) nach einem Mendelschen Gesetz (Medelismus).

Autosomen
Alle Chromosomen außer der Geschlechtschromosomen.

Bänderung
Wenn ein Haar abwechselnd hell und dunkel gekringelt ist, die Haarspitze ist immer dunkel.

Barthaarkissen
Ist die gepolsterte Partie über der Oberlippe und auf beiden Seiten der Nase, wo die Barthaare heraus wachsen.

Bezoare
Haarballen, Gewölle. Finden sich nach der Fellpflege im Katzenmagen. Besonders viel natürlich bei langen Haaren. Zur besseren Abbau der Haare gibt man Maltsoftpaste, wird gern genommen, oder stellt der Katze Katzengras (Zyperngras) zur Verfügung, dann können die Haarklumpen ausgewürgt werden.

Bicolor
Ist eine Zweifarbige Katze, das heißt Weiß in Kombination mit irgendeiner anderen Farbe. Verantwortung für die Zweifarbigkeit hat das S Gen. Van und Harlekin sind ebenfalls Bicolor Varianten, ansonsten sollte der Weißanteil Minimum ein drittel und Maximum die Hälfte betragen.

Blesse
Zeichnung weiß gescheckter oder bunten Katzen auf dem Nasenrücken.

Blotched
Ist eine Tabby-Variante, gestromt, auch Classic Tabby genannt. Es zeigt große einfarbige Markierungen an den Flanken sowie breite Streifen auf dem Rücken und an den Beinen, die sich klar abgrenzen. Es verhält sich rezessiv zu Mackerel-Tabby.

Break
Nicht gerundete Einbuchtung zwischen der Stirn und dem Nasenansatz.

Brille
Helle Augen Umrandung in einer dunkler gefärbten Maske.

Brindling
Weiße oder farblose Stichelhaare innerhalb einer dunklen Fellpartie.

Calico
Ist eine dreifarbige Katze mit weiß, meist schildpatt auf weiß genannt oder Tortie mit weiß. Die Katze hat zwei Farben die im Gegensatz zur Tortie ohne weiß große flächig von einander getrennt sind. Es besteht immer aus einer Schwarzfarbe, Rotfarbe und dem Weiß. Der Farbschlag kommt nur bei weiblichen Tieren vor. Wenn doch mal ein Ausrutscher der Natur dazu führt, dass ein Kater diese Farbe aufweist ist er meist nicht zeugungsfähig (genetisch bedingt). Man nennt dreifarbige Katzen auch Glückskatzen.

Cameo
Haarspitzen in Rot, Creme oder Schildpatt, der Untere Teil des Haares ist silber. Man nennt es auch shell oder shaded. 

Catterie
Zwinger Bezeichnet einen Züchterhaushalt und ist Nachname aller dort geborenen Kitten.

Chromatin
Mit Farbstoff stark färbbare Substanz im Zellkern, aus der sich die Chromosome bilden.

Chromosome
Kernschleifen. Bestandteile des Zellkerns. Träger der Gene.

Classic Tabby
Siehe Blotched.

Cobby
Massiver, kurzer breiter und gedrungener Körperbau, muskulös und kompakt, mit breiter Hüft- und Schulterpartie, gerundet.

Crossing over
(engl.) Überkreuzung der homologen Chromosomen während der Konjugation im Ablauf der Reduktionsteilung, wobei ein gegenseitiger Austausch der Chromosomenabschnitte erfolgen kann.

Daumenabdruck
Rundliche Markierung auf der Hinterseite der Ohren von Tabby-Katzen, immer in der Grundfarbe des Fells.

Decktaxe
Deckgebühr die Vertraglich zwischen den beiden Züchtern festgelegt wird z.B. ein Geldbetrag oder ein Kitten usw.

Depigmentierung
Aufhellung der Hautfarbe (rosa Flecken auf Nase oder Fußballen).

Dihybrid
Nachkommen aus der Kreuzung zweier Rassen, die sich in zwei Merkmalspaaren unterscheiden, so dass der Hybrid in diesen heterozygot ist.

Diploid
Zweifach gekoppelt. Mit zwei Sätzen von Chromosomen versehene Zellen. Bei Säugetieren sind normalerweise alle Zellen von der befruchteten Zygote an diploid, die Keimzellen nach der Reduktionsteilung sind dagegen haploid (einfach, halb).

DNA
Desoxyridonucleinacid. Kernsäure, die in den Chromosomen enthalten ist. Internationale Bezeichnung dafür ist Desoxyribonukleinsäure (DNS), umgangssprachlich Nukleinsäure.

Domestikation
Haustierwerdung. Durch menschlichen Einfluss ein Wildtier zum Haustier machen.

Dominantes Gen
Ein dominantes Gen kann bestimmte Merkmale auch dann sichtbar vererben, wenn es nur auf einem Chromosom vorhanden ist. Das heißt ein Elternteil reicht aus um es an die Nachkommen weiterzugeben.

Doppeltes Fell
Felltypen mit sehr dichtem Unterhaar und glatten, nur wenig längeren Deckhaaren.

Ektoparasiten
Äußerliche Parasiten

Endoparasiten
Innerliche Parasiten

Entropium
Einwertskehrung der freien Lindrandfläche (eingerolltes Augenlied). Ist ein Erbfehler, daher nicht zur Weiterzucht geeignet. Kann Tränenfluss verursachen.

Enzyme
Fermente: Hochmolekulare Eiweißkörper in lebenden Zellen. Beschleuniger biochemischer Vorgänge (Biokatalysator).

Eselsohren/Hasenohren
Aufrecht und eng zusammenstehende Ohren.

Epistasie
Überlagerung der phänotypischen Ausprägung alleler Gene durch ein dominantes, nicht zum gleichen Genpaar gehörendes Gen an einem anderen Gen-Locus. Das überlagernde ist epistatisch gegenüber dem Überlagerten.

Erbbild
Genotypus.

Eugenetik
Angewandte Vererbungslehre mit dem Ziel der Verbesserung des Erbgutes.

Eumelanin
Pigment (Schwarzfarben).

Experimentalstammbuch
Verzeichnis für Hybrieden oder Kätzchen, deren einer oder beider Elternteile keinen Stammbaum besitzen.

Fading-kitten-syndrome
(engl.) Scheinbar unbegründetes Dahinsiechen Neugeborener während der ersten Lebenstage. Todesursache durch Laboruntersuchung klären lassen.

Feliden
Wird vom lateinischem abgeleitet und bedeutet angehörig der Familie der Katzen.

FiFe
Ist die Abkürzung für Fédération Internationale Féline. Es ist ein Dachverband, vorwiegend kontinentaleuropäisch, die Zucht und Verbesserungen fördert und Standards für sie erstellt. Den Dachverbänden gehören die einzelnen Katzenvereine an.

Flamme
Flammenähnliche Markierung, die in der Stirnmitte beginnt und sich bis zur Nase zieht. Ist bei Torties gewünscht aber kein Muss.

Flaum
Feines, weiches, leicht gekräuseltes Deckhaar um Ohren und Zehen herum.

Flehmen
Öffnen der Kiefer und Entblößen der Zähne bei konzentriertem Gesichtsausdruck zwecks intensiver Wahrnehmung erregender Düfte mit Hilfe eines speziellen Richorgans im Nasenhintergrund.

Fluchtdistanz
Instinktmäßig festliegender kritischer Abstand. Unterschreitung löst bei Katzen Flucht, Abwehr oder Angriff aus.

Follikel
Eierstockbläschen in dem das weibliche Ei heranwächst.

Fontanelle
Ist eine Knochenlücke oberhalb der Stirn, bei einem Jungtier, die sich mit zunehmender Verknöcherung des Schädels schließt.

Foreign
Elegante lang gestreckte Körperform.

Forellentüpfelung
Feinstes Tupfenmuster des Haares bei der Spottet-Tabby.

Fußballen
Haarlose Polster unter den Pfoten.

Gamet
Reife Keimzelle.

Geisterstreifen/Geisterzeichnung Leichte Tabbyzeichnung im Fell bei einfarbigen Tieren. Häufig bei Jungtieren, verschwindet aber mit dem Alter und Fellwechsel.

Gen
Träger einer Erbanlage.

Genetik
Vererbungslehre

Genom
Summe der Gene eines Lebewesens.

Genotypus
Gesamtheit aller vererbten sichtbaren wie auch unsichtbaren Merkmale.

Gen-Serie
Gemeinsam am gleichen Gen-Ort lokalisierte Erbanlagen mit jeweils ähnlicher Wirkung (z.B. Albino- oder Tabby-Serie.

Genverlust
Einbuße an Erbmaterial durch die Vorgänge während der Reducktionsteilung und Befruchtung (Ahnenverlust).

Geschlechtschromosome
Heterochromosomen. Chromosomen, von denen die Geschlechtsbestimmung abhängt. Weibliche Säugetiere besitzen zwei X-Chromosomen, männliche ein X und ein Y-Chromosom.

Geschlechtsgebundene Merkmale
Merkmale deren Gene in den Geschlechtschromosomen liegen. Und daher auch nur mit dem entsprechenden vererbt werden.

Grannenhaar
Haarsorte, aus der im Wesentlichen das Deckhaar der Katze besteht; in ihr manifestieren sich Farbe und Glanz des Fells.

Halsband
Zeichnung um den Hals. Gehört zum Tabbymuster.

Halskrause
Oder Kragen = Das lange Haar zwischen Hals und Brust

Handschuhe
Symmetrische rein weiße Abzeichen an den vorderen Pfoten

Harlekin
Besondere Farbverteilung bei mehrfarbigen Katzen. Körper, Beine und Bauch sind weiß, nur Schwanz und Kopfpartie sind farbig. Drei klar umgrenzte Flecken auf dem Rücken sind erlaubt.

Heterochromosomen
Geschlechtschromosomen.

Heterogenie
Auf nicht allelen Genen beruhende gleichartige erbliche Merkmale. Identischer Phänotypus.

Heterozygot
Bedeutet dass eine Katze für ein bestimmtes Merkmal mischerbig ist, und somit zwar ein Merkmal zeigt aber dass andere vererben kann, da es Träger dafür ist.

Homolog
Übereinstimmend, sich entsprechend.

Homozygot
Das bedeutet dass eine Katze für ein bestimmtes Merkmal reinerbig ist und somit auch nur dieses vererben kann. Sie ist kein Träger.

Hosen/Höschen
Dichte Haare an der Hinterseite der Oberschenkel.

Hybride
Mischling, der aus Kreuzung zweier Erbverschiedener Rassen hervorgegangen ist.

Hypophyse
Hirnanhangdrüse, besteht aus Vorder- und Hinterlappen. Erzeugt Hormone mit Wirkung auf Drüsen und Stoffwechsel.

Imponierhaltung
Hoher Zehengang (Katzenbuckel), gesträubtes Fell, angelegte, das heißt nach hinten gestellte Ohren.

Inhibitionsgen
Ist ein Gen das die Entwicklung gelben Farbstoffs verhindert und die Farbe silver erzeugt.

Intermediärer Erbgang
Erbgang, bei dem zwei Farb-Gene sich nicht dominant-rezessiv verhalten, sondern eine Zwischenform bilden. Rassen aus diesem Erbgang können nicht reinerbig gezüchtet werden, sie spalten sich immer wieder in ihre ursprünglichen Rassen auf.

Inzestzucht
Paarung von Geschwistern oder Elternteilen mit ihren Nachwuchs. Dient der Erbgutprüfung oder Erzielung besonderer Zuchtergebnisse. (Geschwisterpaarungen häufig riskant und daher unerwünscht.)

Inzucht
Paarung Verwandter Tiere bis zum sechsten Verwandtschaftsgrad.

Katerbäckchen
Besonders ausgeprägte Wangen bei ausgewachsenen Katern. Sie haben an der Stelle eine ausgeprägtere Muskulatur und verdickte Haut.

Keilförmig
Kopfform, deren Umriss von geraden Linien gebildet wird, von der Außenseite der Ohren bis zum Maul, ohne Ausbuchtung in Höhe der Barthaare; Flacher Schädel, grade Nase, kantige, eckige Gesichtsform.

Kielbrust
Tastbares vorspringendes Brustbein. Es ist ein Fehler und führt bei allen Rassen zu einer Disqualifikation auf Ausstellungen und es darf mit dieser Katze nicht gezüchtet werden.

Keimdrüsen
Eierstöcke bei der Kätzin und Hoden beim Kater.

Kitten
Katzenbaby

Knickschwanz
Angeborene Deformation der Schwanzspitze. Es ist eine Wirbelverschmelzung, die Schwanzspitze knickt steif ab, es wird rezessiv vererbt, daher sollte mit der Katze ebenfalls nicht weiter gezüchtet werden. Auf Ausstellungen ist es ebenfalls ein Grund zur Disqualifikation. Bei leichter Form: Nicht sichtbarer Knoten am Schwanzende.

Körpertemperatur
Beträgt im normalwert 38-39,2°C

Kolostralmilch
Besonders eiweißreiche mütterliche Vormilch während der ersten zwei Tage nach der Geburt. Enthält wichtige Immunstoffe.

Kombinationsrassen
Neue Rassen, die aus Kreuzung verschiedener Rassen hervorgehen.

Konjugation
Paarweise Vereinigung der homologen Chromosomen vor der Reducktionsteilung.

Kopplung
Lagerung verschiedener Gene im gleichen Chromosom. Die Zahl der Kopplungsgruppen entspricht der Chromosomenzahl. (Bei Katzen allerdings noch nicht erforscht).

Kreuzung
Paarung von Individuen verschiedener Arten, Gattungen, Familien oder Rassen einer Art, um neue Rassen, neue Farben bestehender Rassen oder ihre genotypische und phänotypische Umformung zu erwirken (Hybrid).

Kryptorchismus
Ist ein beidseitiger Hodenhochstand. Die Hoden verbleiben in der Bauchhöhle statt in den Hodensack zu wandern. Disqualifikationsgrund. Sollte ebenfalls nicht zur Zucht herangezogen werden.

Kuder
Waldwildkater (Felis silvestris silvestris).

Letal-Gen
Gen das bei reinerbigen Individuen zum Tod noch im Mutterleib oder kurz nach der Geburt führt.

Linienzucht
Gemäßigte Inzuchtmethode zur Festigung erwüschter Erbeigenschaften in bestimmten Zuchtlinien.

Litter
(engl.) Wurf, Nest, Nestgeschwister. Zum gleichen Zeitpunkt geborene Junge einer Kätzin.

Luchsbüschel/Lynxtips
Sind längere Haarbüschel an der Spitze der Ohren. Auch Pinsel genannt.

Mackerel
Variante des Tabbymusters. Zeigt sich in schmalen Streifen, getiegert.

Maltesing
Verdünnung von Pigmenten im Haarfollikel.

Medaillon
Weißer Kehlfleck oder Brustfleck. Es ist eine geringe Form der Weißscheckung, wird häufig übersehen, aber vererbt.

Meiose
Reifungsvorgang der Keimzelle. (Reducktionsteilung).

Melanin
Pigment

Mendellismus
Lehre der Gesetzmäßigkeit in der Vererbung bestimmter Eigenschaften, entdeckt durch den Mönch Gregor Johann Mendel (1822-1884).

Mikrosporie
Ringflechte, Ringworm. Ansteckende, langwierige, meldepflichtige Pilzerkrankung.

Milchtritt
Kneten der mütterlichen Zitzen mit den Vorderpfoten zur Anregung des Milchflusses. Ältere Miezen machen es, meist mit schnurren begleitet, wenn sie sich super wohl fühlen.

Mitose
Erbgleiche Zellteilung, auch als Äquationsteilung bezeichnet.

Modifikation
Durch Umwelteinflüsse hervorgerufene Variante des Phänotyps, die auf ihren Träger beschränkt bleibt und sich nicht weitervererbt.

Modifikatoren
Oder Modifikationsgene sind Erbanlagen die verschiedenartige Abstufungen von Merkmalen bewirken und sich als summierende Faktoren (Polygene) oft gegenseitig ergänzen (Polymerie).

Molokulargenetik
Zweig der Vererbungslehre, der sich mit der Feinstruktur der Chromosomen und Gene befasst.

Monohybrid
Nachkommen aus der Kreuzung zweier Rassen, die sich in einem Merkmalspaar unterscheiden, so dass der Hybrid in diesem heterozygot ist.

Monorchie
Ist ein einseitiger Hodenhochstand, hierbei verbleibt einer der Hoden in der Bauchhöhle. Es ist ein Disqualifikationsgrund und der Kater sollte von der Zucht ausgeschlossen werden.

Multiple Allele
Verschiedene Zustände eines Gens, die sich als Allele verhalten. Anstelle des normalen Genpaares ist im gleichen Gen-Locus einer Serie solcher Paare bekannt (z.B. Albino-Serie, Tabby-Serie).

Mutation
Spontane Veränderung des Genotyps, unabhängig vom Erbgut der Vorfahren.

Nackenbiss
1. Wird zum Transport von Kitten, von der Mutter, angewandt. Löst Tragestarre beim Jungtier aus. (Die Katze hat dabei eine natürliche Beißhemmung).
2. Griff des Katers bei der Deckung. (Die Katze hat dabei eine natürliche Beißhemmung).
3. Tötungsbiss, wird bei der eroberten Beute angewandt und muss erlernt werden.

Nasenspiegel
Unbehaarte Haut auf der Nase, deren Farbintensität von der Fellfarbe abhängt.

Nickhaut
Drittes Augenlied. Unter dem normalen Augenlied, befindet sich noch ein weißes Unterlied was zusätzlich das Auge schützt. Bedeckt bei drohender Gefahr, Verletzungen, Ermüdung, Erschlaffung oder Austrocknung des Organismus im Krankheitsfall vom inneren Augenwinkel her das Katzenauge.

Novize
Auf Ausstellungen, Katze die Augenscheinlich einer Rasse angehört, jedoch unbekannter Abstammung ist. Nach Erhalt eines V1 kann sie im Experimentalstammbuch registriert werden.

Nukleolus
(lat.) Stark färbbare Körperchen im Zellkern.

Nukleus
(lat.) Kern, Zellkern.

Odd eyeed
Zwei verschiedene Augenfarben, häufig bei weißen Katzen (eins blau, eins orange).

Östrogene Stoffe
Küstliche weibliche Geschlechtswirkstoffe.

Oestrus
Rolligkeit, Hormonell gesteuerte Paarungsbereitschaft der Kätzin.

Ohrbüschel
Behaarung an der Ohrinnenseite, auch Tips

Outcross
Oder auch Outbreading genannt. Ist eine Fremdzuchtpaarung, das heißt es werden zwei unterschiedliche Rassen miteinander gekreuzt / so nennt man aber auch das Kreuzen zweier unterschiedlicher Zuchtstämme / Linien der gleichen Rasse.

Ovariektomie
Eierstockentfernung (Kastration).

Ovulation
Eisprung, erfolgt 24 – 30 Stunden nach der Paarung. Befruchtung 1 – 2 Tage später, also 2 – 3 Tage nach der Paarung. Unterbleibt die Befruchtung, erfolgt zuweilen Scheinträchtigkeit.

Paarung
Deckakt, Belegung. Sollte bei Katzen erstmals nach Abschluss des körperlichen Wachstums und nicht öfter als dreimal innerhalb von zwei Jahren erfolgen. Reglung der Formalitäten durch Zuchtrichtlinien der Vereine und Verbände.

Panleukopenie
Katzenseuche

Patched Tabby
Tortie Tabby, Torbie, Tortoiseshell Tabby.

Pedigree
Papiere, Ahnentafel oder Stammbaum genannt. In ihm sind die Vorfahren mit Rasse und Farbe aufgelistet, gibt Auskunft und Nachweis der Abstammung.

Phänotyp
Äussere Erscheinungsbild.

Phaeomelanin
Pigment (Rotfarben).

Pigment
Dunkler Farbstoff, in erster Linie Melanin. Wird in den Körperzellen (Melanozyten) gebildet. Eumelanin ruft bei Katzen schwärzliche, Phaeomelanin gelb/orange/rot Färbung hervor. Bei Störung der Pigmentbildung während der Embryonalentwicklung kommt es zu Weißscheckung.

Pinch
Seitliche Einbuchtung des Gesichts. Auch Kniff oder Whiskerbreak genannt. Eingezogene Wangen. Bei extrem gestreckten Gesichtsschädel.

Pinsel
Haarbüschel an den Ohrspitzen - Lynxtips

Pleiotropie
Beeinflussung mehrere Eigenschaften durch ein einzelnes Gen.

Polydaktylie
Mehrzehigkeit. War füher bei Maine Coon weit verbreitet.

Polygen
Merkmale oder Eigenschaften, die von mehreren Genen kontrolliert werden.

Polymerie
Beeinflussung eines erblichen Merkmals durch mehrere Gene, die als Polygene untereinander gleichwertig sind und sich in ihrer Wirkung gegenseitig ergänzen (summierende Faktoren, Genwechselwirkung).

Progenie
Unterbiss (Unterkiefer steht vor).

Prognathie
Überbiss (Vorstehen des Oberkiefers, bei fliehendem Kinn).

Protein
Eiweiß. Baustein der Zelle.

Protoplasma
Lebende Substanz der Zelle. Es gibt zwei verschiedene: Das Zytoplasma, auch Zellplasma genannt, es befindet sich außerhalb des Zellkerns und das Nukleoplasma oder Kernplasma.

Pudereffekt
auf englisch dusty, das bedeutet staubig. Diesen Ausdruck benutzt man in der Farbbeschreibung, wenn etwas silbrig-weiß überpudert wirkt, bei sogenannten "Puderkitten" erkennt man die wirklich darunterliegende Farbe erst mit ca. 6-18 Wochen oder älter. Über die Gründe dieses Effektes ist sich die Forschung noch unschlüssig.

Reduktionsteilung
Reifungsteilung von unreifen Keimzellen, wobei der Chromosomensatz auf die Hälfte reduziert wird.

Reinerbigkeitsprüfung
siehe: Rückkreuzung

Rezessiv
Ein rezessives Merkmal muss doppelt vorhanden sein um sichtbar zu werden. Es wird von dominanten und maskierenden Merkmalen überdeckt, kann aber über mehrere Generationen unbemerkt an die Nachkommen weiter vererbt werden.

Rückkreuzung
Verpaarung von zwei Tieren der F1- oder F2-Generation mit den zu prüfenden Ausgangsrassen zur Feststellung ihrer Rein- oder Mischerbigkeit (Reinerbigkeitsprüfung).

Römisch
Ein leicht konvexes Profil, wie bei der Siam, bei der Cornish Rex hingegen ist es etwas nach außen gebogen.

Rufismus
Lat. Rufus = rötlichbraun, eng. Rufous = fuchsrot. Ursprüngliche Bezeichnung für Verblassen roten Pigments in Gelb, Orange bis Rosa. Verursacht durch Polygene. Vor allem bei Agouti-Katzen.

Schildpatt
Auf englisch Tortie, kommt nur bei Weibchen vor. Es ist eine Rotfarbe und eine Schwarzfarbe, die gut ineinander vermischt sind. Sieht ganz scheckig aus.

Selektion
Züchterische Auslese von erwünschten Merkmalen, wodurch die unerwünschten ausgemerzt werden und somit das Zuchtziel näher rückt.

Self
Einfarbig/Solid

Shaded
Farbschlag, wobei die obere Hälfte des Fells gefärbt ist, die andere silver.

Silver
Leuchtend Weißes Fell oder Unterfell, das durch fehlen gelber Pigmente zustande kommt.

Skarabäus-Zeichnung
Ausdrucksvolle feine Strichzeichnung (Mimik-Zeichnung) auf der Stirn von Agouti-Katzen. Auch bei vielen Non-Agouti-Katzen angedeutet vorhanden.

Smoke
Ist ein Farbschlag. Färbung des Fells auf 50-80% seiner Länge, der Rest ist silver (Rauchfarbend). Junge Smoke-Katzen weisen oft noch eine Geisterzeichnung auf. Smokes tragen kein Agouti in ihrem Erbbild.

Spaltfuß
Ist eine Missbildung, wobei die Zehen paarweise zusammengewachsen sind. Disqualifikationsgrund, nicht in die Zucht nehmen.

Spottet
Tabbyvariante, mit vielen runden abgegrenzten Tupfen.

Standart
Punkteskala, komplette und genaue Beschreibung der idealen Merkmale einer Rasse, die den Preisrichtern bei Ausstellungen zur korrekten Bewertung einer Katze nach den jeweiligen Schönheitskriterien dient.

Stopp
Deutliche Einbuchtung oder Delle zwischen den Augen in Höhe des Übergangs der Stirn in die Nase, sie bewirkt eine Richtungsänderung.

Tabby
Überbegriff. Nennt man alle Musterungen im Fell, die auf das Aguti-Gen beruhen.

Tapetum Lucidum
Es ist ein Organ im Augeninneren, was die gute Sicht im dunkeln ermöglicht. Wenn es einer Katze fehlt, ist sie leider meist auch taub oder schwerhörig, dies kann ein- oder beidseitig sein, tritt häufig bei weißen Katzen auf, daher darf man auch nicht mehr weiß x weiß verpaaren. Bei fehlen ist es meist erkennbar an einer vergrößerten Pupille. Das Organ besitzen die Katzen nicht von Geburt an, es entwickelt sich erst später.

Ticking
Die dominante Form des Tabby, bei der jedes Haar hell und dunkel gebändert (getickt) ist.

Tipping
Tabby-Variante bei der nur die Haarspitzen gefärbt sind, das restliche Haar ist heller

Titel
Auf Ausstellungen kann man verschiedene Titel erreichen, wie Champion, internationaler Champion usw.

Torbie
Ist eine Tortie (Schildpattkatze) mit Tabbymuster.

Tortie
Abkürzung für Tortoiseshell, deutsche Bezeichnung Schildpatt. Eine Schwarzfarbe und eine Rotfarbe ganz wild ineinander gemischt. Muss man sehen, schlecht in Worte zu fassen.

Träger
Verschiedenerbig. Es können Merkmale vererbt werden die nicht Sichtbar sind, weil sie im Erbgut getragen werden.

Trihybrid
Nachkommen aus der Kreuzung zweier Rassen, die sich in drei Merkmalspaaren unterscheiden, so dass der Hybrid heterozygot ist.

Überbiss
Fehlbildung der Kiefer, die nicht mehr korrekt geschlossen werden können. Der Unterkiefer ist verkürzt und zu schwach ausgebildet, sodass die Eckzähne sichtbar werden können. Es gibt auch harmlosere Fälle.

Varietät
Spielart, Variante einer Rasse.

Verdünnung
Ist eine hellere Variante einer Vollfarbe, wie beispielsweise blau von schwarz. Verdünnung ist rezessiv und muss daher in reinerbiger Form vorliegen um gezeigt zu werden.

Verlustmutation
Erbänderung, durch die ein bislang vorliegendes Merkmal phänotypisch verloren geht.

Vorbiss
Verkürzung des Oberkiefers, wodurch die unteren Eckzähne sichtbar werden können. Es gibt auch leichte Vorbisse.

Waardenburger-Syndrom
Erbliche Erkrankung mit vorgeburtlichen Entwicklungsstörungen.

Waschbärzeichnung
Junge Smok-Katzen haben häufig eine leichte Zeichnung im Gesicht, diese wird so bezeichnet.

WCF
World Cat Fanciers Association. Europäische Dachorganisation, von der FIFe unabhängiger Zuchtverein.


White Bandling
Unterdrükung des gelben Farbpigment, die zur Ausbildung der Farbe Silver führt. (Inhibitionsgen)

Wildfleck
Rundliche Markierung auf der Hinterseite der Ohren von Tabbykatzen, immer in der Grundfarbe des Fells.

Zoonosen
Krankheiten und Infektionen die auf den Menschen übertragen werden können z.B. Tollwut.

Zucht
Gezielte Paarung Zucht geeigneter Tiere, um die Vorzüge zu erhalten und zu steigern.

Zygote
Ist eine befruchtete Eizelle.

Zytoplasma
Zellplasma, der Inhalt der Zelle außerhalb des Zellkerns.