Verschiedene Krankheiten und Parasiten   

    

Toxoplasmose       

Die Toxoplasmose wird von dem Einzeller Toxoplasma gondii hervorgerufen und ist eine parasitäre Darmerkrankung. Eine Infektion des Menschen über den Kot von Katzen ist möglich. Häufiger jedoch ist die übertragung durch rohes Fleisch. Katzen infizieren sich über Mäuse oder rohes Schweinefleisch. Gegen Hitze beim Braten oder Kälte von mindestens -20°C ist der Erreger anfällig. Für schwangere ist eine erstinfektion mit Erreger gefährlich, da dieser schwere Mißbildungen beim Fötus verursachen kann.Viele Menschen haben bereits ungemerkt eine infektion überstanden und konnten dadurch Antikörper bilden. Infizierte Katzen zeigen meist kein verändertes allgemeinbefinden, lediglich Jungtiere oder geschwächte Katzen können apathisches Verhalten zeigen, mit Appetitlosigkeit und leichten Fieberschüben. In der Therapie helfen Antibiotika und Sulfonamide.

Katzenseuche (Panleukopenie)

Die Katzenseuche ist eine überaus ansteckende Viruserkrankung, hervorgerufen durch einen Parvovirus. Sie trat früher häufiger und Seuchenartig auf, konnte allerdings dank konsequenter Impfungen der Hauskatzen, mittlerweile stark zurückgedrängt werden. Heute kommt sie nur noch selten vor, bei ungeimpften Tieren kann sie aber jederzeit ausbrechen und einen derart dramatischen Verlauf nehmen, dass man vielfach zunächst an eine Vergiftung denkt. Erste Symptome sind Appetit- und Teilnahmslosigkeit, verbunden mit zeitweise recht hohem Fieber. Hinzu kommen starker, bisweilen auch blutiger, übelriechender Durchfall und Erbrechen. Das Krankheitsbild wird in Folge meist von starken Bauchschmerzen und Kreislaufproblemen geprägt. Der drastische Rückgang an weißen Blutkörperchen führt zu einer Schwächung des Immunsystems und schafft die Basis für bakterielle Sekundärinfektionen.

Die Katzenseuche verläuft in den meisten Fällen tödlich! Die beste und sicherste Vorsorge ist die Schutzimpfung.

Katzenschnupfen

Unter Katzenschnupfen versteht man einen Krankheitkomplex, der durch eine Reihe von Erregern hervorgerufen werden kann. Vor allem Herpes- und Caliciviren, Mykoplasmen und Chlamydien können daran beteiligt sein. Die Ansteckung erfolgt meist durch den direkten Kontakt mit dem Nasensekret erkrankter Artgenossen, aber auch indirekt über Gegenstände. Wie schon der Name sagt, ist das erste augenaufällige und hörbare Symptom das Niesen. Der Nasenausfluss ist zunächst wässrig, wechselt in Folge aber über milchig, bis zu schleimig. Auch die anderen Schleimhäute am Kopf des Tieres, im Mund und an den Augen reagieren später mit, speicheln und Augenausfluss; das kennzeichnet den weiteren Krankheitsverlauf. Ab ungefär dem dritten Krankheitstag wird der Katarrh zunehmend zähflüssig bis eitrig. Nasenlöcher und Augen verkleben und verkrusten. Bläschen auf Gaumen und Zunge verursachen schmerzen  und schränken die Nahrungs- und Flüssigkeitaufnahme weiter ein. Die Austrocknung des Organismus und Kreislaufprobleme sind bald die Folge. Ein schwerer Verlauf, der vor allem bei Jungtieren auftritt, kann durchaus tödlich enden!

In harmloser Form können sich die Beschwerden auf häufiges Niesen und klaren Nasenausfluss beschränken, die Augen tränen seltener und der Appetit ist meist nur leicht vermindert. Wiederkehrende Schübe kennzeichnen das Bild vor allem bei älteren Tieren, da sie mitunter eine Teilimunität gegen bestimmte Erreger erworben haben.

Bei guter Pflege und Betreuung ist eine selbstheilung möglich. Gegen einen Großteil der Erreger kann / sollte man mit einer Katzenschnupfen - Impfung vorbeugen.

FIV -> Katzenaids

Als erstes: FIV (Feline Immundefizenz Virus) ist nicht auf den Menschen übertragbar!
Es gibt zwei Infektionswege:

1. Durch Bisswunden
2. über die Mutterkatze

Ob der Virus auch durch sexuelle Kontakte übertragen wird ist noch nicht geklärt.
Die Erkrankung ist zur Zeit noch unheilbar und endet immer tödlich. Das heißt aber nicht, daß man eine FIV-positive Katze einschläfern muß. Die Katze kann noch sehr viele Jahre ohne Einschränkungen leben. Lediglich Freigang verbietet sich von selbst. Der einzige Grund für eine Euthanasie sind Schmerzen, die nicht mehr behandelt werden können. Auch ein Ausschluß aus einer friedlichen Katzengruppe ist nicht notwendig.
Eine Ansteckung über das Futter oder Katzen-Klo findet nicht statt!
Wie bei den meisten Infektionskrankheiten ist auch bei FIV Stress weitmöglichst zu vermeiden. Jede Art von Stress (Wohnungswechsel, Neue Menschen usw.) belasten das Immunsystem der Katze und verschlimmern die Krankheit!

In den USA ist seit kurzem ein Impfstoff auf dem Markt der bald auch in Deutschland zugelassen werden soll.

Feline Infektiöse Peritonitis (FIP)

Oder auch "ansteckende Bauchwassersucht der Katzen". Eine tödliche und sehr schwer zu diagnostizierende Krankheit. Sie entwickelt sich aus einer harmlosen Coronavireninfektion durch Mutation des Virus. Und wird durch direkten Kontakt mit infizierten Katzen übertragen oder indirekt durch Fressnäpfe, Katzentoiletten, Bürsten etc.  Es gibt zwei verschiedene Verlaufsformen:

Nasse Form:

Bauch- und Brusthöhlenergüsse mit Erweiterung des Bauchumfangs, Futterverweigerung, Abgeschlagenheit, Schwäche, Antriebsarmut, Blutarnut, gelb gefärbte Schleimhäute.

Trockene Form:

Allgemeine Symptome wie bei der nassen Form, Je nach betroffenem Organ spezielle Veränderungen, Orientierungslosigkeit, Netzhautblutungen, Lähmungen.

Zur Zeit besteht noch keine Heilungsmöglichkeit, Versuche mit Interferon sind aber Erfolgsversprechend.
Der Nachweis von Antikörpern im Blut betrifft NUR die allgemeine Gruppe der Coronaviren. Leider wird dieser immer wieder fälschlich als FIP-Titer bezeichnet. Viel zu häufig wird vorschnell über das Überleben der Katze aufgrund von eher wagen Vermutungen geurteilt.

Tollwut

wird fast ausschließlich durch den Biß infizierter Füchse übertragen, aber auch Marder oder Fledermäuse können Träger des Tollwutvirus sein. Das gebissene Tier ist dann selbst eine Ansteckungsquelle. Auch der Kontakt mit Virushaltigem Speichel mit Kratzwunden, Schürfwunden und anderen Verletzungen kan die Erkrankung auslösen. Bricht die Tollwut aus, ist sie für Katzen und Menschen tödlich. Das Virus greift das Gehirn an und führt bei infizierten Tieren zu Verhaltensveränderungen, Aggresivität, Beißwut und im Endstadium zu Lähmungserscheinungen.

Auch Tiere die keinen unkontrollierten Freilauf haben, sollten besser gegen Tollwut geimpft werden!

Katzenleukose (FeLV)

Die Leukose oder Katzenleukämie ist weltweit verbreitet. Man schätzt, dass in Europa fast jede zehnte Hauskatze damit infiziert ist. Auslöser ist das feline Leukämie Virus (FeLV), der zur gleichen Familie wie das AIDS Virus beim menschen gehört, das in der der Außenwelt, ohne Wirt nur wenige minuten überlebensfähig ist. Ist auf Menschen ebenfalls nicht übertragbar, sondern befällt ausschließlich Katzen. 80% der an Leukose erkrankten Katzen sterben innerhalb von drei Jahren. Die Übertragung erfolgt von Katze zu Katze, über Blut, Speichel, Urin und Kot. Das Krankheitsbild ist sehr unterschiedlich, die Symptome reichen von teilnahmlosigkeit, Abmagerung, unstillbaren Durchfall, chronischem Schnupfen bis zu Blutarmut, Lungenentzündung, Gelbsucht und Krebs ähnlichen Erkrankungen. Problem ist, das auch Katzen die keinerlei Symptome zeigen. Träger des Virus sein können und diesem auf andere übertragen können!

Chlamydien

Wurden in der züchterischen Praxis recht spät entdeckt. Sie stehen den Viren nahe, da sie wie diese auf Wirtszellen angewiesen sind und lösen schnupfenähnliche Symptome aus, befallen die Bindehäute des Auges und die Atemwege und vermindern vor allem bei schnupfenkrankheiten die Heilungs- und überlebenschancen. Entzündete Augen und eitriger Naßenausfluß sowie ständiges Nießen sind die offensichtliche Hinweise auf Chlamydien. Im Gegensatz zu Viren reagieren Chlamydien recht empfindlich auf bestimmte Antibiotika und lassen sich in Kombination mit Immunaufbau- Präperaten gut therapieren. Doch wird die Therpie zu spät eingeleitet, können sich die aus etlichen Zuchtbeständen bekannten chronischen Infekte mit ständig oder immer wieder auftretenden  tränenden Augen, nießen und Naßenausfluß entwickeln, die nicht mehr therapierbar sind. Eine Impfung ist für gefährdete Bestände, insbesondere Katzen und Katern mit häufigen Fremdkontakten dringend anzuraten.

Salmonellose

Ist eine beim Tieren und beim Menschen häufig vorkommende bakterielle Infektionskrankheit. Salmonellen sind Mikroorganismen, die der Bakteriengattung Salmonella angehören. Sie werden der großen Gruppe der Enterobakterien zugerechnet, da sie ihren natürlichen Standort im Darmkanal von Tier und Mensch haben. Innerhalb der Gattung Salmonella kennt man heute etwa 2000 verschiedene Salmonellenarten. Die Infektion oder ansteckung erfolgt bei Katzen durch die Aufnahme von salmonellenhaltigen Lebensmitteln. Die Krankheiterreger können von Mai bis August mehrere Wochen und in der übrigen Jahreszeit mehrere Monate lebensfähig bleiben. In Eiweißhaltigen Lebensmitteln (rohes Fleisch, Geflügel, Fisch und Eierprodukte u.a....) finden Salmonellen ausgezeichnete Nährstoffgrundlagen und können sich darin bei Zimmertemperatur innerhalb weniger Stunden vermehren. Nach einer Infektion kann es zum Auftreten von Krankheitserscheinungen kommen, dann verläuft die Salmonellose in der Regel unter dem Bild einer akuten Magen- Darmentzündung (starke übelkeit, starker Durchfall, erbrechen, Magenkrämpfe...), werden aber die Erreger in geringeren Mengen von einem wiederstandfähigen Indiviuum aufgenommen, treten die Beschriebenen Krankheitsanzeichen nicht auf, obwohl sich infektionstüchtige Salmonellen im Darmkanal aufhalten. In diesem Fall sind die Krankheiterreger im Wirtstier längere Zeit vorhanden, ohne das gleichzeitig Krankheitserscheinungen auftreten. Diese Form der Salmonellose bezeichnet man als verborgene oder latente Salmonella-Infektion. Latent infizierte Tiere scheiden den Erreger mit dem Kot aus. Diese Form der Salmonellose bringt einmal die Gefahr mitsich das sie jederzeit in eine akute Erkrankungform übergehen kann und das sie eine ansteckungsgefahr für weitere Tiere und den Menschen darstellt.

Schutz vor dieser Krankheit bietet nur...hygiene,hygiene, hygiene!! Und keine Fütterung von rohem Fleisch (Rind, Schwein, Geflügel, Fisch ect.), Eiern und deren Produkte. Eine Erhitzung fördert zugleich die Verdaulichkeit und Bekömmlichkeit des Futters. Salmonellen werden bei einer Temperatur von 80°C innerhalb von 10 Minuten abgetötet. Es sei auch gesagt das bei Lagerungstemperaturen von +4°C bis +8°C (Kühlschrank) und auch bei Temperaturen bis -22°C (Tiefkühltruhe) Salmonellen über Monate überlebensfähig und weiterhin infektionstüchtig bleiben!

Aujeszikysche Krankheit

Dieser Virus wird über rohes Fleisch infizierter Schweine übetragen. Eine Infektion führt sehr schnell, oft innerhalb weniger Tage, mit mehr oder weniger starken Ausprägung von Krankheitsymptomen wie Speicheln, starker Unruhe, starker Juckreiz, Schluckbeschwerden, Appetitmangel und Gewichtsverlust zum Tod! Es gibt keinen zugelassenen Impfstoff für Katzen. Verfüttern Sie niemals rohes Schweinefleisch! Denn dieses ist der Hauptinfektionweg für Katzen.

Verschiedene Parasiten:

  • Bandwürmer:
    Diese Würmer werden hauptsächlich durch Flöhe, aber auch durch Haarlinge, Beutetiere wie Mäuse und Ratten und durch rohen Fisch übertragen. Es gibt verschiedene Arten die sich alle durch die ausgeschiedenen Glieder verraten. Eine regelmäßige prophylaktische Wurmbehandlung ist immer angeraten.

  • Spulwürmer:
    Spulwürmer, auch Rundwürmer genannt sind die häufigsten Parasiten bei Katzen! Sie werden oft schon mit der Muttermilch weitergegeben. Eine Verbreitung der Eier ist auch schon durch auflecken bekannt. Sie sind vor allem für Welpen und junge Kätzchen sehr gefährlich! Auch hier hilft auf Dauer nur eine gewissenhafte Wurmbehandlung.

  • Hakenwümer:
    Ein Dünndarmparasit ähnlich den Spulwürmern. Gleiche Verbreitungsart.

  • Flöhe:
    Ein fast unvermeidlicher Parasit: Selbst bei größter Hygiene können diese kleinen Plagegeister immer wieder mit den Schuhen ins Haus gebracht werden, insbesondere in Haushalten mit Hunden oder Katzen die freien Auslauf und da durch Kontakt mit anderen potentiellen "Flohschleudern" haben. Da hilft nur regelmäßige Behandlung mit Flohmitteln.

  • Ohrmilben:
    Werden fast immer von Katze zu Katze übertragen. Ein sehr unangenehmer Parasit und schwer zu erkennen. Falls die Katze sich sehr häufig am Ohr kratzt, den Kopf häufig schüttelt und die Ohren anlegt sollte man sich die Ohren näher ansehen. Falls man dort braunen bis schwarzen Schmalz entdeckt auf zum Tierarzt! Werden Milben nicht rechtzeitig erkannt, können sie zu Räude, auch Krätze genannt, führen und andere schwere Erkrankungen auslösen!

  • Giardien:
    Einzellige Dünndarmparasiten mit weiter Verbreitung. Ansteckung durch Schmutz- und Schmierinfektionen. Leider noch nicht allen Tierärzten bekannt.