Spielregeln - Genuss ohne Reue

- Wie oft spielen?

Nehmen Sie sich etwa 2-3 mal am Tag mindestens 15 bis 20 Minuten Zeit für intensives Spielen mit Ihrem kleinen Tiger.

- Wann spielen?

Führen Sie feste Spielzeiten ein, niemals jedoch unmittelbar nach dem Fressen. Respektieren Sie Ruhephasen und Fellpflege-Rituale Ihrer Samtpfote. Eine schöne Zeit ist z.B. Abends vor der Fütterung, in der freien Natur muß Katze, bevor sie ihre Beute vertilgen kann auch erst erfolgreich Jagen.

- Mach mal Pause

Akzeptieren Sie, wenn Ihre Katze keine Lust mehr hat, mit Ihnen weiterzuspielen und sich davonschleicht. Katzen lehnen jede Form von Zwang und Druck ab. Vielleicht ist das Spiel Mieze auch einfach zu langweilig geworden. Hat sie gespürt, dass Sie selbst nicht mit ganzer Freude und Engagement bei der Sache waren und viel lieber auf der bequemen Couch liegen möchten? Im Eifer de Spiels überschätzen kleine Katzen oft ihre Kräfte. Bei volldampfspielen also rechtzeitig bremsen oder das Spiel abbrechen. Alte Katzen nicht überfordern. Schwache oder kranke Tiere brauchen Ruhe, zum Beispiel nach einer Operation. Auch im Sommer bei großer Hitze sollte man es lieber etwas langsamer angehen oder die Spielstunde z.B. ins Badezimmer verlagern und lustige Wasserspiele miteinbeziehen.

- Welche spiele?

Alles was mit fangen, rennen oder Geschicklichkeit zu tun hat, gefällt Katzen am besten. Dabei werden Jagdtrieb und Bewegungsdrang ausgelebt.

- Wer soll gewinnen?

Gönnen Sie Mieze das Erfolgserlebnis, sonst verliert sie schnell die Lust am Spiel. Sie muss die "Beute" fangen und sich daran abreagieren können.

- Richtig spielen

Katzen mögen es besonders gern, wenn ihr Mensch auf gleicher Augenhöhe mit ihnen spielt. Begeben Sie sich also hin und wieder auf den Boden, um Mieze glücklich zu machen. Gleichzeitig ein kleines Fitness-Training für Sie selbst.

- Hände weg!

Hände sind zum Streicheln da, nicht für wilde Kampfspiele. Im ausgelassenen Spiel wird teilweise mit ausgefahrenen Krallen "gekämpft" und auch mal zugebissen. Treibt Mieze es gar zu arg, entziehen Sie ihr die Spielhand und lenken Sie das Spiel auf einen anderen Gegenstand. Auch leichtes Anblasen der Katze hilft oft.

- Welches Spielzeug?

Spielzeug in Mausgröße, das leicht zu transportieren ist und in die Luft geschleudert werden kann, ist ideal. Bällchen, Fellmaus, Federbüschel, Korken oder zusammen geknülltes Papier sorgen für ungetrübte Jagdfreude.

- Von draussen

Denken Sie beim nächsten Spaziergang an Ihre Katze zu Hause. Sie freut sich über ein interessant riechendes Mitbringsel wie z.B. Federn, einen Tannenzapfen, Eicheln, Kastanien, Weizenähren, getrocknetes Herbstlaub, ein Stück Treibholz oder federleichte Rindenstückchen. Vielleicht sogar einen kleines Sträußchen frischer Katzenminze.

- Wie viel Spielzeug?

Nicht zu viel auf einmal anbieten. Spielzeug immer mal wieder tauschen, damit es interessant bleibt. "Altes Spielzeug über Nacht in ein geschlossenes Gefäß mit getrocknetem Baldriankraut legen. Der Duft macht auch "Altes" unwiederstehlich.

- Faule animieren

Keine Lust zum spielen? Von wegen. Wenn ein Federbüschel oder eine Fellmaus an der Katzenangel zuckt und Sie aufmunternd sprechen, wird auch der müdeste Sofatiger munter.

- Gefährlich

Spielzeug muß so groß sein, dass es nicht verschluckt werden kann. Auf ungiftige Farben/Materialien achten! Aus Spielzeugmäusen eingesteckte Augen und Näschen entfernen. Wollknäuel wegräumen (Strangulationsgefahr). Kein Spielzeug mit spitzen oder scharfen Kanten! Keine Plastiktüten - Erstickungsgefahr!